Neuigkeiten zum Brieftaubenflug

Gelungener Auftakt!

Erster Preisflug ab Haiger (113 km)

Der erste Distanzflug des „Dr. Kohaus-Fördervereins“ ist erfolgreich durchgeführt wurden. Von den 460 eingesetzten Tauben waren die 154 Preise innerhalb von fünf (!) Minuten vergeben. Um den Einstieg zu erleichtern, starteten die Tauben in Haiger statt in Aßlar. Der Auflass erfolgte am Dienstag, 16. August 2011. Witterungsbedingt war der Start erst um 13 Uhr möglich.  Zu diesem Zeitpunkt war es sonnig, leicht bewölkt, es herrschte eine gute Sicht mit einem leichten Wind aus Süd- bis Südwest. Nach zwei Orientierungsrunden am Auflassort zogen die Tiere direkt in Richtung Heimat ab.

Ankunft der Tauben

Verschiedene Sportfreunde und natürlich einige Besucher der Taubenklinik hatten sich zwischenzeitlich eingefunden, um auf dem Gelände des Deutschen Brieftauben-Zentrums (DBZ) die Ankunft der Tauben zu verfolgen. Das Warten an diesem Tag hat sich für die Zuschauer gelohnt. Es war ein echtes Erlebnis für jeden Taubenzüchter, als um 14.24 Uhr die Tiere herangestürmt kamen und zum Sturzflug ansetzten. Die ersten Tauben waren innerhalb weniger Sekunden über die Antenne gelaufen und im Schlag verschwunden. Bereits nach fünf Minuten waren die Preise vergeben, das waren 154 Tiere. Alleine 48 Tauben wurden dank der TauRIS-Technik in nur 28 Sekunden elektronisch erfasst. Gesiegt hat die Taube 07014-11-392 des bekannten Sportfreundes Theodor Backs aus Rehburg-Loccum.

 Ergebnisse:

1.Theodor Backs, 14:24:29 Uhr, 1.420,290 m/min

2. Team Rot Weiß Essen, 14:24:32 Uhr, 1.419,390 m/min

3. W. u. B. Haske, 14:24:33 Uhr,  1.419,172 m/min

4. WfB Herne, 14:24:35 Uhr, 1.418,590 m/min

5. Gerhard Schulze, 14:24:35 Uhr, 1.418,518 m/min

6. Joachim Welzel, 14:24:36 Uhr, 1.418,347 m/min

7. Team Grupenhagen, 14:24:37 Uhr, 1.418,140 m/min

8. Kegelclub Krefeld, 14:24:38 Uhr, 1.417,822 m/min

9. Wilfried Deckers, 14:24:38 Uhr, 1.417,758 m/min

10. Team Kallen-Hahn, 14:24:38 Uhr, 1.417,666 m/min

11. Theodor Backs, 14:24:39 Uhr, 1.417,579 m/min

12. Dieter Lienemann, 14:24:40 Uhr, 1.417,294 m/min

13. A. u. N. Schütte, 14:24:40 Uhr, 1.417,138 m/min

14. Manja Gille, 14:24:41 Uhr, 1.416,873 m/min

15. Elmar Müller, 14:24:43 Uhr, 1.416,450 m/min

16. Bernd Hollmann, 14:24:43 Uhr, 1.416,372 m/min

17. Anna Schmitz, 14:24:43 Uhr, 1.415,998 m/min

18. Ulrich Hilfert, 14:24:45 Uhr, 1.415,976 m/min

19. Gebr. Hallermann, 14:24:45 Uhr, 1.415,831 m/min

20. Hermann Wienekamp, 14:24:46 Uhr, 1.415,589 m/min

Etwa eine Stunde nach Ankunft der ersten Tauben, waren fast alle Tiere wieder im Schlag. Die aktuellen Ergebnisse und die Bestandslisten sind wie gewohnt auf der Internetseite des Dr. Kohaus-Fördervereins e.V. unter www.dr-kohaus.de zu finden.

 Auf dem richtigen Weg

An dieser Stelle haben die beiden Schlagbetreuer Hans-Peter Hülshorst (74) und Josef Münch (75) wieder einmal ihr gutes Händchen in der Betreuung der Tauben bewiesen. Die enge Zusammenarbeit der beiden Routiniers mit den Verantwortlichen der Taubenklinik funktioniert bestens. Für unsere Taubenklinik ist die Versorgung und Gesunderhaltung eines so großen Taubenbestandes auch eine Herausforderung. Das angewandte Versorgungssystem scheint zu funktionieren. Bei der Heimkehr kommt „Almalyt“ ins Trinkwasser. Im Wochenverlauf wird dreimal das Eisenpräparat „Hämoglovit“ in Kombination mit dem „3-Phasen-Premium-Öl“ der Taubenklinik gegeben. Die Grit- und Mineralstoffversorgung erfolgt von Anfang an mit den bekannten Klaus-Produkten wie „Klaus-Gritstein“, „Picobal“ und „Pico-Nelen“. Zum Reisebeginn wurde das Futter auf die Mischungen „Prange Grandprix“ und „Super 23“ von Beyers umgestellt.


Ruhrkohle AG (RAG) übernimmt Schirmherrschaft

Da in diesem Jahr der Brieftaubenflug „Ruhr.2011“ in besonderer Verbindung zum Bergbau steht, tragen die sechs Taubenschläge den Namen ehemaliger und teilweise aktiver Bergwerke, nämlich:

O Erin

O Prosper Haniel

O Zollverein XII

O Consolidation

O Schlägel & Eisen

O Auguste Viktoria

Herr Peter Schrimpf, Mitglied des Vorstandes der Ruhrkohle AG, übernimmt in diesem Zusammenhang die Schirmherrschaft des Brieftauben-Fluges „Ruhr.2011“. Der Brieftaubensport gehört schließlich im gleichen Atemzug zur Kulturgeschichte des Ruhrgebietes wie der Bergbau. Wir begrüßen daher diese besondere Zusammenarbeit. Der Brieftauben-Flug „Ruhr.2011“ wird somit wieder zu einem echten Highlight, wenn am 17. September 2011 die Tauben vom Finalflug erwartet werden.



Der Countdown läuft!

Prof. Dr. Kohaus-Förderverein e.V. veranstaltet den Brieftauben-Flug Ruhr.2011

Nach dem erfolgreichen Debüt im Vorjahr konnte in diesem Jahr die Schlagkapazität von über 600 Tauben erreicht werden. In Zusammenarbeit mit unserer Taubenklinik laufen die Vorbereitungen seit dem Einzug der ersten Jungtiere auf Hochtouren. Mittlerweile ist die Eingewöhnungsphase abgeschlossen und der mächtige Taubenschwarm zieht täglich seine Runden. Viele Zaungäste und natürlich die Besucher der Taubenklinik verfolgen jeden Morgen, wie in beeindruckender Weise die Jungtauben ihre Fluglust am Himmel über dem Gelände der ehemaligen Zeche Zollverein zeigen. Die Brieftauben sind mit der Kultur des Reviers nach wie vor verbunden. Auch wenn der Taubensport stark unter dem Kulturwandel gelitten hat, lässt dieser Taubenschwarm vor der Kulisse der ehemaligen Zeche vergangene Erinnerungen aufleben.

Viele Zaungäste und natürlich die Besucher der Taubenklinik verfolgen jeden Morgen, wie in beeindruckender Weise die Jungtauben ihre Fluglust am Himmel über dem Gelände der ehemaligen Zeche Zollverein zeigen.Viele Zaungäste und natürlich die Besucher der Taubenklinik verfolgen jeden Morgen, wie in beeindruckender Weise die Jungtauben ihre Fluglust am Himmel über dem Gelände der ehemaligen Zeche Zollverein zeigen.

Auf dem richtigen Weg

Für unsere Taubenklinik ist die Versorgung und Gesunderhaltung eines so großen Taubenbestandes eine besondere Herausforderung. Gerade während der ersten Wochen, als die Tiere von den verschiedenen Teilnehmern angeliefert wurden, war das Infektionsrisiko groß. Leider haben viele Züchter die Einstellung, dass sie sich um die Gesundheit der Tauben nicht kümmern müssen, da das die Aufgabe der Schlagversorger des Rennens sei. In diesem Zusammenhang wurden einige Tiere angeliefert, deren Gesundheitszustand nicht gerade gut war und diese zunächst in der Klinik behandelt werden mussten.

Am Himmel über dem Deutschen Brieftauben-Zentrum (DBZ) tut sich was, wenn morgens knapp 600 Jungtauben ihre Fluglust zeigen.
Am Himmel über dem Deutschen Brieftauben-Zentrum (DBZ) tut sich was, wenn morgens knapp 600 Jungtauben ihre Fluglust zeigen.

Wie im Vorjahr wurde jede Taube einer tierärztlichen Eingangsuntersuchung unterzogen. Im Hinblick auf die Gefahr einer Paramyxovirose wurde schon im Vorfeld deutlich darauf hingewiesen, dass nur Tauben angenommen werden, die nachweislich mindestens zwei Wochen vor der Anlieferung gegen Paramyxo geimpft wurden und somit bei Anlieferung über ausreichenden Impfschutz verfügen. Nur das frühzeitige Impfen verhindert einen späteren Krankheitsausbruch. Leider haben einige Teilnehmer des Brieftaubenfluges „Ruhr.2011“ nicht den Hinweis in unserer Ausschreibung beachtet, so dass verschiedene Züchter mit ihren Tauben wieder nach Hause geschickt wurden, wenn kein Impfschutz nachgewiesen werden konnte. Unsere Erfahrungen zeigen, dass nur diese Maßnahmen den Ausbruch einer Paramyxovirusinfektion unwahrscheinlich machen.

Hans-Peter Hülshorst bei der Versorgung. Täglich erhalten die Tauben frische Mineralien.

Die unmittelbare Nähe zur Taubenklinik macht sich bezahlt. Klinikleiter Dr. Ludger Kamphausen und Tierärztin Dr. Elisabeth Peus führen tägliche Kontrollgänge durch, bei denen sie besonders auf den allgemeinen Gesundheitszustand der Tauben achten.


Mittlerweile wurden alle Tiere mittels der TauRis-Technik elektronisch erfasst. Die aktuellen Bestandslisten und weitere Informationen zu diesem Rennen sind im Internet auf der Seite des Dr. Kohaus-Fördervereins unter www.dr-kohaus.de zu finden.


Versorgung

In enger Zusammenarbeit mit den Tierärzten der Taubenklinik haben die beiden Schlagbetreuer Josef Münch (76) und Hans-Peter Hülshorst (73) bei der Versorgung der Tauben bislang wieder ihr gutes Händchen bewiesen. Die Versorgung eines so großen Taubenbestandes ist für die beiden Routiniers eine echte Herausforderung.




Hans-Peter Hülshorst bei der Versorgung. Täglich erhalten die Tauben frische Mineralien.

Fortlaufend finden in der Taubenklinik wöchentliche Kontrollen in Form von Kotuntersuchungen und Kropfabstrichen statt. Hier wird wieder einmal deutlich, dass die regelmäßigen Kontrollen das „Salz in der Suppe“ bedeuten. Nach dem erfolgreichen Debüt unseres Brieftaubenfluges im Vorjahr waren sich alle einig, am Versorgungsschema nichts zu ändern. So wurde beispielsweise die Grit- und Mineralienversorgung wieder mit Produkten aus dem Haus Klaus Gritsteinwerk abgedeckt. Täglich gibt es frische Mineralien, dabei kommen der „Klaus-Gritstein“, „Picobal“ und „Picorin“ sowie der „Multi-Mineralstoff-Mix“ aus der Taubenklinik zum Einsatz.

Die Schläge werden täglich gereinigt. Alle Schläge sind mit Holzrosten ausgestattet, darunter befinden sich Schubläden, die sich gut reinigen lassen.Gefüttert wird in dieser ersten Phase die Mischung „Top-Jungtaube“ aus dem Hause Ovator. Das Futter ist ideal abgestimmt auf eine leistungsorientierte Vorbereitung vor dem Beginn der Jungtierreise.

Im Wochenverlauf kommt mindestens zweimal das bekannte Eisenpräparat „Hämoglovit“ aus der Taubenklinik in Verbindung mit dem “3-Phasen-Premium-Öl“ zum Einsatz. Die Jungtiere zeigen seit der Gabe von „Hämoglovit“ deutlichere Flugfreude. Täglich wird eine Checkliste geführt, in der von der Fütterung bis Flugverhalten und Vitamingaben usw. alles protokolliert wird. Kontinuierlich treffen sich wöchentlich alle Verantwortlichen des „Kohaus-Rennes“, um die Geschehnisse im Wochenverlauf zu analysieren.

Man kann gespannt sein, wie es weitergeht, die Weichen sind gestellt. Über den weiteren Verlauf der Vorbereitungen werden wir rechtzeitig informieren.












Die Schläge werden täglich gereinigt. Alle Schläge sind mit Holzrosten ausgestattet, darunter befinden sich Schubläden, die sich gut reinigen lassen.

Josef Münch ist ein routinierter Züchter, der sein Handwerk versteht.Josef Münch ist ein routinierter Züchter, der sein Handwerk versteht.